Westsahara – Perspektiven und politische Blockaden
Vortrag und Podiumsdiskussion
Der Westsaharakonflikt gilt als das letzte Kolonialproblem Afrikas. Es entstand in seiner heutigen Form, als Marokko das Gebiet der früheren Spanischen Sahara zu einem großen Teil besetzte.
Seitdem streben die Saharauis mit ihrer Befreiungsbewegung POLISARIO die Unabhängigkeit und die Anerkennung ihrer 1976 ausgerufenen Demokratischen Arabischen Republik Sahara an.
Ein von der UNO angestrebtes Referendum über die Zukunft des Territoriums kommt nicht zustande, da man sich über die Voraussetzungen für diesen Akt nicht einigen kann. Formell herrscht seit 1991 Waffenstillstand.
Die Bevölkerung der Saharauis lebt – teilweise in Flüchtlingslagern – unter extrem schwierigen sozialen und politischen Bedingungen. Auswege aus dieser Situation scheinen nahezu völlig blockiert zu sein.
Darüber diskutieren:
Prof. Dr. Werner Ruf, Kassel, Vertreter der Volksfront zur Befreiung von Saguia el Hamra und Rio de Oro (POLISARIO);
Dr. Wolf-Dieter Seiwert, Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK);
Moderation: Dr. Jürgen Kunze, Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft (DAFRIG)
- Ort: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Harkortstraße 10, 04107 Leipzig
- Zeit: Mittwoch, 23. Juni 2010, 18.00 Uhr





