EineWelt Sachsen
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Das Wandbild des deutsch-evangelischen Kirchentages in Dresden sucht einen Ausstellungsort

Vom 1. bis zum 5. Juni feierten rund 120 000 Menschen den 33. deutschen evangelischen Kirchentag zusammen in Dresden. Inmitten der vielen Menschen konnte man neben den grünen Schals auch ein Künstlerpaar vor einer großen Wand entdecken. Unter den Namen „mural communitario“ konnten die Besucher des Kirchentages zusammen mit Anne Stickel und Warner Benitez ein Wandbild gestalten.


Das Wandbild sucht einen Ausstellungsort.


Ein paar Worte zur Entstehung

Drei Kinder sind zu sehen, rechts auf dem Bild: einzigartig, besonders ein jedes von ihnen. Ihre Blicke fallen auf ihre Hände, die sich zusammengefunden haben ein Herz zu formen. Ein Herz aus dem Farbe sprießt und Quell wird für den Fluss , der alles erschafft.

Aus dem Fluss wächst der Baum und wird zum Lebensbaum, zum Paradiesbaum, bestehend aus Natur und Mensch, in dem alles zusammen gehört. Vögel wohnen auf seinem Stamm, ein Rotkehlchen, das eine Lehrerin mitbringt aus ihrer Klasse, von den Kindern gemalt. Es kommt Jürgen, ein Komponist, und hängt Noten und Instrumente an den Baum. Und Anna, Hanna, Alex, Jessica lassen die Äste Knospen treiben, Blätter und Früchte tragen, und die Früchte strahlen so fröhlich, als hätte ihnen nichts besseres passieren können, als in diese schöne Bild zu fallen.

Ein junger Mann aus Tansania sieht Annas Bild. Anna sagte, für Sie ist Leben „Diversität“, und „wie die aussieht?“, „Na, viele Menschen im Kreis mit verschiedenen Hautfarben, fröhlich“, und das malte Sie auch. Und der junge Mann lacht und sagt: „Also bei uns, wenn da so ein Kreis ist, dann ist das ein Fest, und da ist auch immer einer in der Mitte, der Musik macht.“ So malt er den „Tambor“, die Trommel dazu. ¿Und wer spielt die? Drei Striche mehr, und schon ist der Musiker dabei und scheint das Fest von der Leinwand in die Kirchentagswelt hinein bringen zu wollen.

Aus der Welt schaffen kann das Wandbild die Probleme der Welt nicht es erfindet Auswege, zeigt Alternativen, drückt Wünsche symbolisch aus. Der Atomausstieg ist beschlossen, aber die Kernkraftwerke stehen weiter im Land: Melanie und Henrike pflanzen eine Orchidee in den Trichter, und es ranken die Blüten wild und schön über den dunklen Anblick hinaus. Wanda schafft die Windkraftanlage, der Himmel kommt ihr zu Hilfe mit seinem Atem. Thilo erfindet sich das Fahrrad, das einen Fußball im Vorderrad trägt und nimmt sich das Ozonloch vor. Mit grünem Faden im Schnabel näht ein bunter Papagei es einfach zu.

Das Bild bekommt Leben, die Wiese Blumen, der Fluss Fische, Henrike malt das Schiff auf das glasklare Wasser. Auch Landschaft und Ackerbau entsteht: hier wachsen noch Gurken und Salat, die man essen kann. Hier ist alles gesund, dafür hat die Argoökonomin mit ihrem Pinsel sicher gesorgt.

Zaraina aus Kirgistan bringt uns die Feinfühligkeit und Weisheit auf die Wand. Sie kleidet einen Jungen auf dem Bild in eine traditionelle Weste ihres Landes und gibt ihm das Gesicht,als könnte er Tieren zuhören und die Sprache der Blumen verstehen.

Das Wissen auf einem Wandbild ist so vielfältig, wie die Personen, die es schaffen, und die Wesen, die auf ihm entstehen und von ihren Beziehungen erzählen. Die Ahnung, dass alles irgendwie zusammen gehört und alles einen Sinn hat und uns sagen lässt: Wie Schön!, qué Bonito! Wo das ertönt, da ist das Wandbild gelungen.

Das Wandbild sucht einen Ausstellungsort.

Das Wandbild ist 6 m x 2 m und wird über 6 Drähte aufgehängt.

Für Infos und Interesse melden unter:

Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.
Kreuzstr. 7, 01067 Dresden
Tel. 0351 492 33 64
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