EineWelt Sachsen
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Pressemitteilung zu Elixir


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Die Hoffnung starb zuletzt

Der Stadtrat Dresden entscheidet sich für den Verkauf des Grundstückes Königsbrücker Str. 117a/119 Dresden an einen Investor und damit gegen das Engagement von Dresdner Bürger*innen und Geflüchteten.

„Bereits seit über zehn Jahren steht die ehemalige Arbeitsanstalt im Dresdner Norden leer. Der Verein Elixir Dresden e.V. wollte auf dem Gelände sozialen Wohnraum für bis 150 Menschen und im denkmalgeschützten Bestandsbau ein interkulturelles Zentrum schaffen, sodass auf dem Gelände Dresdner_innen gemeinsam mit Geflüchteten und anderen Migrant_innen leben, lernen, wohnen und Kultur schaffen können. Der Verein hat für dieses Ziel in den zurückliegenden Monaten auf vielfältige Weise gekämpft. Zuletzt haben mehr als 400 Bürger_innen Postkarten mit ihrer Unterstützung für Elixir geschrieben. Nichtsdestotrotz wurde der Antrag […], das Grundstück nicht zu verkaufen, abgelehnt.“ (Auszug aus der Pressemitteilung vom Elixir e.V. am 16.12.16)

Das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen zeigt sich enttäuscht von der Entscheidung des Dresdner Stadtrates, das Grundstück auf der Königsbrücker Straße 117a/119 zu verkaufen. Zwar sei die Abstimmung nicht überraschend ausgefallen, aber bis zum Schluss hegten viele Mitglieder des Netzwerkes Hoffnung, dass sich die Räte doch für die Initiative Elixir entscheiden.

Dr. Miguel Ruiz (Fachreferent des ENS für Migration und Entwicklung) meint:

„Statt Meckern ist Elixir e.V. wirklich initiativ und hat seinen Hut in den Ring geworfen mit überzeugenden Ideen, hat für diese Ideen gestritten, viele Unterstützer gewonnen – nicht nur städtische, hat ehrenamtlich fundierte Konzepte vorgestellt. Nun müsste es natürlich auch Möglichkeiten geben diese umzusetzen. Das wurde vom Stadtrat verhindert. Engagierte werden dadurch nachhaltig demotiviert. Ein fatales Signal in der heutigen Zeit.“