EineWelt Sachsen
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Ausschreibung bis 30. März 2017 für die Anstellungsträgerschaft für zwei entwicklungspolitische Regionalpromotor*innen für Sachsen im Rahmen des Eine Welt-Promotor*innenprogramms 2016-2018

Wir suchen möglichst ab 15. April 2017 (befristet bis 31.12. 2018 und vorbehaltlich der Zustimmung des Bundes und des Freistaat Sachsens) zwei Regionalpromotor*innen

Das Sächsische Promotor*innenprogramm ist Bestandteil des bundesweiten Promotor*innenprogramms (2016 – 2018), das von der Arbeitsgemeinschaft der Landesnetzwerke (agl) und der Stiftung Nord-Süd-Brücken (SNSB) umgesetzt wird.

Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und von allen Bundesländern (hier dem Freistaat Sachsen durch das Kultusministerium Sachsen). Das sächsische Programm wird vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen (ENS) koordiniert und von der Stiftung Nord-Süd-Brücken verwaltet. Die Ausschreibung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Mittel für das Programm. Die ausgeschriebenen 30h Stellen (vorbehaltlich der Zustimmung des Bundes und des Freistaates) sollen einen deutlichen Bezug zur Thematik „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ haben. Die Stiftung Nord-Süd Brücken und das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen suchen ab 15. April 2017 bis 31. Dezember 2018 sächsische Trägervereine zwei Regionalpromotor*innen der entwicklungs-politischen Inlandsarbeit.

Zwei Regionalpromotor*in – (freie Regionalauswahl)

Die Promotor*in setzt sich für die Verankerung entwicklungspolitischer Belange in der Region ein. Im Mittelpunkt stehen Wissensvermittlung und das Aufzeigen von Handlungsoptionen zu grundsätzlichen Fragen des Globalen Lernens und einer nachhaltigen Entwicklung (Agenda 2030). Diese Person sollte in seiner Region vernetzt sein, um an den Bedarfen der Region anknüpfen zu können. Unterstützt wird der/die Promotor*in von den anderen sächsischen Eine Welt-Promotor*innen und von der Koordinatorin des Programms.

Das Programm bietet bewusst Spielraum, denn sowohl flächenmäßig als auch infrastrukturell höchst unterschiedliche Regionen brauchen unterschiedliche Ansätze. So könnten Regionalpromotor*innen verschiedene zivilgesellschaftliche und kommunale Akteure sowie unterschiedliche Zielgruppen mit Informationen zu Entwicklungspolitik, Agenda 2030, Globalisierung, Gerechtigkeits- und Menschenrechtsfragen versorgen. Oder sie schaffen für ehrenamtliche Gruppierungen, Vereine und lokale sowie für regionale Einrichtungen Zugänge zu solcherlei „Expert*innen“wissen. Oder sie vermitteln bei Bedarf kompetente Referent*innen und/oder Kontakt zu entsprechenden fachlich geeigneten NRO. Sie begleiten, stärken und vernetzen lokale Gruppen und Akteure bei der Aneignung entwicklungspolitischer Themen, bei der Umsetzung entwicklungspolitischer Veranstaltungen (und weiterer Formate) sowie im Prozess der Solidaritätsarbeit bzw. des bürgerschaftlichen Engagements. Bei dieser Arbeit können Regionalpromotor/innen auch auf die Expertise von Fachpromotor/innen zurückgreifen. Falls es vor Ort kaum eine vorhandene zivilgesellschaftliche Struktur oder keine Bündnispartner gibt, sollen Regionalpromotor*innen implementierende Aufbauarbeit leisten.

Antragstellung

Vereine, die Träger einer Fachpromotor*innen-Stelle werden möchten, müssen das beigefügte Antragsformular ausfüllen und darin ein inhaltliches Konzept mit konkreten Maßnahmen zu einem der oben genannten Schwerpunktthemen vorlegen. Das Konzept muss sich an den direkten Wirkungen des Promotor*innenprogramms orientieren (siehe das Antragsformular, Dokument_Antragsformular).

Anträge können in Sachsen eingetragene gemeinnützige Vereine aus dem entwicklungspolitischen Bereich stellen, aber keine Einzelpersonen. Die Anträge (max. 10 Seiten) sind einzureichen bis 30. März 2017 elektronisch und postalisch an: ed.nekceurb-deus-dronnull@ofni Stiftung Nord-Süd-Brücken, Greifswalder Straße 33a, 10405 Berlin.

Kriterien bei der Auswahl der Trägervereine

Der Antrag-stellende Verein

  • verfügt über entwicklungspolitische Erfahrungen und Kompetenzen

  • ist in der Region vernetzt

  • entwickelt in seinem inhaltlichen Konzept des Antrags und den darin enthaltenen konkreten Maßnahmen einen deutlichen Bezug zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

Leistungen der Trägervereine und Programmträger

Der Trägerverein schließt mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken einen Vertrag, der die Anforderungen und Leistungen beschreibt. Darin werden u. a. enthalten sein:

Leistungen der Programmträger

Der Trägerverein erhält für die sozialversicherungspflichtige Anstellung einer*s Promotor*in von den Programmträgern die Lohnkosten angelehnt an TVöD 11 (30 Std./Woche bis zu 3.437,50€/Monat, das entspricht einem maximalem Zuschuss von 41.250 € für 12 Monate) und einen Zuschuss für Projektsachkosten in Höhe von 375,00 EUR pro Monat bzw. 4.500 € für 12 Monate. Im Jahr 2017 beträgt die Zahlung max. 34.375 € für Personalkosten und 3.750 € für Sachkosten für 10 Monate. Die genaue Höhe der Personalkosten ist von der Einstufung nach TVÖD und den persönlichen Voraussetzungen des/r Stelleninhabers*in abhängig.

Leistungen der Trägervereine

Der Trägerverein

  • entscheidet, welche Person als Promotor*in eingesetzt wird und stellt diese gemäß der Vergütungsvorgaben des Programms (TVöD 11, 30 Std./Woche) an. Eine Stelle sollte mit einer Person besetzt sein.

  • gewährleistet die Umsetzung des vorgelegten Konzepts und der darin enthaltenen Maßnahmen durch die/den Promotor*in.

  • benennt eine Ansprechperson für die Promotor*in und die Programmträger. Diese beteiligt sich an Elementen des Begleitprogramms (u. a. jährliches Austauschtreffen mit allen Promotor*innen und Anstellungsträgern, ggfs. weitere für den Verlauf des Programms relevante Termine).

  • ist verantwortlich für die jährlichen Berichte (Finanz- und Sachbericht).

  • gewährleistet die verbindliche Teilnahme und Mitarbeit der Promotor*in an programmrelevanten Maßnahmen (v. a. des Begleitprogramms, z. B. alle zwei Monate ein Promotor*innen-Treffen sowie jährlich eine Klausur und ein mehrtägiges bundesweites Promotor*innen-Treffen).

  • gewährleistet die Mitarbeit in bundesweiten Zusammenhängen (regional und/oder fachlich)

  • gewährleistet die Sichtbarkeit der Arbeit der Promotor*in in den Öffentlichkeitsmaterialien des Vereins entsprechend der Programmvorgaben und der Anforderungen der Förderinstitutionen.

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Büro des ENS (0351 4 92 33 64) oder der Stiftung Nord Süd-Brücken (030 42 85 13 85).

Dokument_Antragsformular