EineWelt Sachsen
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Wir trauern: Brücke/Most-Stiftung muss sich auflösen

Liebe Brücke/Most-Stiftung wir werden dich und Sie, liebe Mitarbeiter*innen der Brücke/Most-Stiftung, vermissen. Wir bedanken uns herzlich für die bisherige sehr interessante und spannende Zusammenarbeit. Sollte noch etwas zu retten sein, unsere Unterstützung und Solidarität haben Sie gewiss!

Die Brücke/Most-Stiftung ist seit 2010 Mitglied beim Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen. Die Schnittstellen unseres entwicklungspolitischen Netzwerkes mit der Brücke/Most-Stiftung sind zwar nicht augenscheinlich, aber durchaus vorhanden und vor allem ungewöhnlich vielleicht auch innovativ. Besonders beeindruckt hat uns z.B. das Projekt Global Generation, welches über Nachbarschaftsgrenzen (Deutschland – Tschechien) hinaus bis auf den afrikanischen Kontinent gezeigt hat, dass bestimmte Lebenserfahrungen, z.B. Fluchterlebnisse, verbindend, vermittelnd und dann inspirierend sein können. Mit Jugendprojekten zu nachhaltigem Konsum gab es weitere gemeinsame Themen. Die Begegnungen und Workshops fanden in Tolkewitz statt und die Macherinnen blieben diesem Ansatz konsequent treu. Damit belebten sie einen Stadtteil, der nicht Dresden-Neustadt heißt. Auch das fanden wir beeindruckend. Für eigene Netzwerkveranstaltungen war die Brücke/Most-Stiftung ein toller Tagungsort. Die Betreuung war professionell, herzlich und unkompliziert. Gern denken wir an den zweitägigen Workshop im Januar 2016 zurück „Was kann Entwicklungspolitik für eine nichtrassistische Gesellschaft beitragen?“. Gäste waren hier nicht nur Vertreter*innen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und großer Hilfsorganisationen, wie Brot für die Welt, sondern auch die Sächsische Staatsministerin Petra Köpping und der Bürgermeister Herr Opitz aus Heidenau. In letzter Zeit erlebten wir die Brücke/Most-Stiftung als einen wichtigen Motor um ein Bündnis gegen Rechtsextremismus zu gründen. Beharrlich und konstruktiv hatten wir damit einen Partner an der Seite, der sich auch unbequemen Themen stellt und schwierige gesellschaftliche Auseinandersetzungen nicht scheut. Mehr denn je werden solche Institutionen gebraucht! Warum ausgerechnet jetzt keine Möglichkeiten mehr von Geldgebern vorhanden sein sollen, finden wir mindestens merkwürdig auf jeden Fall äußerst schade!