Bildung
Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung
Mit Unterstützung von Frau Prof. Dr. Gesine Schwan und Herrn Professor Klaus Töpfer ist das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen Träger des Projekts //weltweitwissen: Globales Lernen in Sachsen.
Das Projekt startete 2007 mit dem Bildungskongress //weltweitwissen: Kongress für Globales Lernen im Sächsischen Landtag, der von 15 sächsischen Initiativen geplant und durchgeführt wurde. Dieser Kongress rückte das Globale Lernen in den Mittelpunkt der politischen Aufmerksamkeit. 700 Teilnehmer/innen verzeichnete der viertägige Kongress. Darunter viele sächsische Politiker/innen und weitere Verantwortungsträger/innen.
2008 führte das ENS das Projekt mit einigen Teilelementen des Kongresses weiter. Ziel ist die Verankerung und Lobbyierung des Globalen Lernens in der sächsischen Bildungslandschaft.
Grundlage der Lobbyarbeit ist unter anderem der von der Kultusministerkonferenz empfohlene und vom BMZ veröffentlichte “Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung”. Die sächsischen Entscheidungsträger/innen (u.a. SBI, Kultusministerium) meiden eine eigene Initiative zur Umsetzung des Orienteriungsrahmens in Sachsen. Sie verweisen vielmehr auf das Engagment der freien Bildungsanbieter und der Schulen selbst. Das heißt, dass es in naher Zukunft KEINE explizite strukturelle Förderung für eine Umsetzung von Globalem Lernen in Sachsen geben wird.
Auf dem Kongress //weltweitwissen 2007 wurde ein erster Schritt zur Bekanntmachung und Bewerbung des Orientierungsrahmens von Seiten des ENS unternommen. Nun sollten mit vereinten Kräften weitere Schritte folgen, um dem Globalen Lernen in Sachsen einen höheren Stellenwert zu verschaffen.
Ebenso halten sich Kultusministerium und Sächsisches Bildungsinstitut im Rahmen der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” zurück. Bislang gibt es beispielsweise keine zentrale Anlaufstelle für Angebot und Nachfrage von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen. Mit einer so genannten “Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen”, in welcher die Bildung für nachhaltige Entwicklung und besonders die bisherigen (freien) Anbieter/innen derselben eine nachgeordnete Rolle spielen, beschäftigt sich federführend das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft.
In Zusammenarbeit mit der Landesstelle Natur- und Umwelt (LANU) und dem Netzwerk Umweltbildung Sachsen (NUS) tritt das ENS für eine bessere Vernetzung der Anbieter/innen von BfnE ein. Eine gemeinsame Konferenz 2009 in Dresden bietet ein Forum für Interessierte, sich im Sinne einer größeren Präsenz der BfnE in Sachsen zu vernetzen. Eine gemeinsame Publikation und eine Webseite, die auf die vielen Initiativen, die bereits seit langem BfnE in Sachsen praktizieren, verweisen, sind ebenfalls für 2009 geplant.
Jedes Jahr im Herbst finden in Sachsen die Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT) statt: 2009 vom 2.-27. November. Das ENS arbeitet im Vorbereitungskreis der SEBIT mit und bietet Veranstaltungen an.
Seit Anfang des Jahres 2009 unterstützt das ENS “konsumglobal”, eine konsumkritische Stadtführung in Dresden. Dabei wird das Thema Globalisierung und Nachhaltigkeit interaktiv vermittelt. Im Sommer konnten sich die engagierten StadtführerInnen über einen Preis im Rahmen des dm-Projekts “Sei ein Futurist” freuen.




