EineWelt Sachsen
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Offener Brief an die Bundesregierung


Menschenleben dürfen nicht Faustpfand sein

Lifeline

Die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke (agl) hat zwei  offene Briefe verfasst: an die Bundesregierung sowie an die Bügermeister*innen von Städten & Kommunen. Anlass ist die aktuelle Situation des Rettungsschiffes „Lifeline“ (der Dresdner Organisation Mission Lifeline e.V.), das mehrere Tage mit 234 Menschen im Mittelmeer ausharrte, ohne Erlaubnis einen europäischen Hafen anzusteuern. Erst nach 5 Tagen durfte die „Lifeline“ Malta anlaufen.

Die agl unterstützt die Lösung, in der Geflüchtete von allen EU-Ländern aufgenommen werden. Dabei dürfen jedoch Menschen nicht zum lebenden Faustpfand europäischer Richtungskämpfe und der schwierigen Suche nach einer gemeinsamen Migrationspolitik werden. Die politische Auseinandersetzung darf nicht auf dem Rücken der Menschen auf der „Lifeline“ ausgetragen werden, die Schutz brauchen und diesen in Europa suchen.

Humanitäre zivilgesellschaftliche Arbeit, zu der die Seenotrettung gehört, darf nicht kriminalisiert werden. Humanitäre Arbeit braucht Schutz und die Gewissheit, dass ihre Arbeit und ihr Engagement nicht in Zweifel gezogen oder gar bestraft wird – für ein Europa mit menschlichem Antlitz ist dies essenziell.

-> Link zur Internsetseite des Einen Welt Netz NRW mit Hintergrundinformationen zur Seenotrettung: https://eine-welt-netz-nrw.de/index.php?id=637

-> Link zu aktuellen Meldungen der Tagesschau-Redaktion

-> Link zum Interview mit Aline Watermann bei Spiegel online

Unsere Kollegin Aline Waterman vom Eine Welt Netz NRW war auf dem Rettungsschiff und informierte die agl direkt und zeitnah über die Lage vor Ort.