Artikel: Gibt es ein Leben nach dem Wirtschaftswachstum? Ein Blick aus der Wohlfühlperspektive könnte darauf hindeuten, ja. (2022)

Der Wert, den wir Dingen zuordnen, kann aus einer allgemein wirtschaftlichen Perspektive in monetärer Form ausgedrückt werden. So ist Geld ein nützlicher Indikator zur Bewertung von Gütern und Services. Die Zuordnung einer monetären Zahl – meist als „Wert“ oder „Nutzen“ bezeichnet – zu Dingen macht diese vergleichbar. Streng rational gesehen würden wir dazu tendieren, unseren Nutzen durch die Steigerung unseres monetären Einkommens zu maximieren. Allerdings geht es beim Nutzen möglicherweise nicht unbedingt nur darum, mehr Geld zu bekommen, sondern er kann auch das Gegenteil bewirken, bis zu dem Punkt, dass der Nutzen eher psychologischer Natur zu sein scheint. Wenn wir uns also von dem Gedanken lösen, dass der Nutzen rein mit Geld zu messen ist und angenommen wir haben all unsere Bedürfnisse gestillt und einen guten Lebensstandard für uns sichern können – würde sich unser Nutzen dann auch mit einem weiteren Anstieg unseres Einkommens steigern?

Pablo Barriga hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Military School of Engineering in La Paz – Bolivien studiert. Er ist Ende 2012 nach Deutschland gezogen, um einen MBA an der Universität Leipzig zu machen und dann am Lehrstuhl für Marketing an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zu arbeiten. An eben dieser Fakultät hat er 2021 seine Promotion abgeschlossen und arbeitet nun seit Oktober letzten Jahres beim Kompetenzzentrum für Klein- und Mittelunternehmen Förderung und Training auch an der Universität Leipzig.

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