Entwicklungszusammenarbeit stärkt auch Wirtschaft in Deutschland

Eine aktuelle Studie der Universität Göttingen untersucht den Zusammenhang zwischen deutscher Entwicklungszusammenarbeit und Exporten in die jeweiligen Partnerländer. Die Ergebnisse zeigen, dass langfristige internationale Zusammenarbeit auch wirtschaftliche Auswirkungen in Deutschland hat.

Für die Analyse wurde der Zeitraum von 2005 bis 2024 betrachtet. Dabei wurden Waren und Dienstleistungen berücksichtigt. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht ein Euro Entwicklungszusammenarbeit statistisch mit 2,50 Euro zusätzlichen deutschen Exporten einher.

Die KfW, die die Untersuchung begleitet hat, schätzt, dass diese zusätzlichen Exporte rund 380.000 Arbeitsplätze in Deutschland schaffen oder sichern. Besonders deutlich zeigt sich der Zusammenhang unter anderem im Maschinenbau und im Transportbereich.

Als mögliche Erklärung verweist die Studie auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Partnerländern. Wenn Einkommen und Nachfrage steigen, können auch mehr Waren und Dienstleistungen aus Deutschland nachgefragt werden. Hinzu kommen langfristig gewachsene Beziehungen, die Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten erleichtern können.

Die Ergebnisse bringen damit eine weitere Perspektive in die Diskussion über Entwicklungszusammenarbeit ein. Sie machen deutlich, dass verlässliche Partnerschaften im Interesse der beteiligten Länder liegen und auch für Deutschland konkrete wirtschaftliche Wirkungen haben können. Zudem entkräftet es das weitverbreitete Narrativ, mittels Entwicklungszusammenarbeit würde deutsches Steuergeld ins Ausland „verschenkt“ werden.

Weitere Informationen und Zugang zur Studie auf der Webseite des BMZ

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