Armutslöhne in der EU? Bekleidungsindustrie Osteuropa

Startdatum: 22. Mai 2019 - Enddatum: 24. Mai 2019

Ort: Kukulida, Martin-Luther-Str. 1, 01099 Dresden

Mehrtägige Reihe | Vortrag

Wir laden in Kooperation mit dem CAMBIO e.V.,  AG Umwelt Freiberg und dem Weltladen Schwerin jeweils herzlich nach DRESDEN, FREIBERG und SCHWERIN ein.

 

Mittwoch, 22. Mai 2019, 20h – DRESDEN,
Kukulida, Martin-Luther-Str. 1; mit dabei: CAMBIO e.V.

Donnerstag, 23. Mai 2019, 20h – FREIBERG,
Kinder- und Jugendtreff Tee Ei, Untermarkt 5; mit dabei: AG Umwelt Freiberg

Freitag, 24. Mai 2019, 19h – SCHWERIN,
Friedrich-Ebert-Stiftung MV, Haus der Kultur, Arsenalstr. 8; mit dabei: Weltladen Schwerin

 

Den Ausdruck „Made in Europe“ verbinden viele westeuropäische Konsument*innen mit der Vorstellung von besseren Arbeitsbedingungen als sie in asiatischen Produktionsländern herrschen. Doch die „Sweatshops“ (Ausbeuterbetriebe) liegen auch direkt vor unserer Haustür. Zusammen mit unserem Referenten Georgi Medarov aus Bulgarien werden wir über die Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie Bulgariens sprechen – einem Mitglied der EU, wo Arbeiter*innen Kleidung für unsere Märkte zu Armutslöhnen und unter prekären Bedingungen fertigen.

Nicht zuletzt zeigte das auch die im vergangenen Jahr von der Clean Clothes Campaign veröffentlichte Studie „H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne“, die ergab, dass die befragten Arbeiter*innen in den untersuchten Zulieferbetrieben von H&M in Bulgarien nur 9% dessen verdienten, was sie eigentlich zu einem menschenwürdigen Leben bräuchten, siehe hier.

Georgi Medarov ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bulgarian Academy of Science und unterrichtet Soziologie an der Universität von Plovdiv. Er verteidigte seine Doktorarbeit zum Thema „Vom Liberalismus zum Autoritarismus: Bulgarien nach 1989“ an der Universität in Sofia. Er arbeitet im Bereich kritische Soziologie und politische Ökonomie. Seit 2018 betreibt Georgi auch Forschung für die Clean Clothes Campaign über Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie, z.Bsp. war er beteiligt an der Erstellung der Studie „H&M: Vom Versprechen existenzsichernder Löhne und der Realität der Armutslöhne“, erschienen 2018.

Es wird eine Übersetzung ins Deutsche geben.

 

 

unterstützt durch:
Engagement Global,
Mittel des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes,
Katholischer Fonds