Fachtag: Zu Neutralität verpflichtet!?

Datum: 11. September 2020
Uhrzeit: 0:00 - 0:00
Ort: Dreikönigskirche – Haus der Kirche in Dresden, Hauptstraße 23, 01097 Dresden
Fachtag

Der Beutelsbacher Konsens in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nicht erst im Zuge der „Black Lives Matter“-Diskussionen begegnen uns marginalisierte Perspektiven, die sich aufgrund tragischer Ereignisse Gehör verschaffen. Immer wieder stellen sich politische Bildner*innen die Frage, wie und zu welcher überparteilichen Haltung Multiplikator*innen verpflichtet sind, wann es aber in stark polarisierten Kontexten gegebenenfalls auch eines klaren Standpunktes bedarf. Akteure der Bildungsarbeit suchen in diesem Zusammenhang nach Orientierung, Sicherheit und Austausch. Es stellen sich diverse Fragen, die der Fachtag mit Hinblick auf den Beutelsbacher Konsens aufgreifen will:

  • Wie kontrovers ist kontrovers genug?
  • Ist es überhaupt möglich, neutral über bestimmte Parteien zu sprechen?
  • Muss ich der Vollständigkeit halber auch immer die Gegenposition darstellen?
  • Welche Handlungsoptionen darf ich wie benennen?

 

Der Beutelsbacher Konsens zeigt drei zentrale Leitgedanken auf, an denen sich Bildungsakteure orientieren. Unterschiedliche Ansichten existieren dennoch darüber, wie genau sich Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Teilnehmenden- Orientierung in der BNE und im Globalen Lernen ausgestalten lassen. Ausbaufähig sind beispielsweise die Methoden, marginalisierte Perspektiven – wie die von Menschen aus dem Globalen Süden – angemessen darzustellen und dabei zugleich die eigene Haltung zu reflektieren. Ebenfalls umstritten ist immer wieder, wie deutlich und in welcher Form auch die persönliche Meinung der Lehrenden, unter anderem zu Themen glokaler Gerechtigkeit, Friedenserziehung oder Menschenrechten, durchklingen darf.
Eine nicht zu unterschätzende Frage, insbesondere im Kontext des politischen und gesellschaftlichen Geschehens in Sachsen.

 

 

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